Meine Nacht war heute sehr kurz, um vier war Schluss mit Schlafen. Die Gedanken gingen rund im Kopf, alle meine Aufgaben schauten riesig aus, viel zu viel, gar nicht schaffbar, …
Eine der tiefsten Erkenntnisse für mich war:
Ich trage in Konflikten nur dann bei, wenn ich dem Konflikt grundsätzlich zustimme. Wenn ich den Sicht- und Fühlweisen der beteiligten Menschen oder meines Gegenübers zusammen mit meinen eigenen in mir Raum geben kann.
Auf dem falschen Planeten fühle ich mich nicht, doch dass ich Unsicherheit mag, kann ich nicht gerade behaupten.
Grundsätzlich stimme ich dem Wandel zu und natürlich weiß ich, dass nichts, außer der Wandel, beständig ist.
Meine letzte Woche war ein ganz schönes Hin und Her. Heute schreibe ich die dritte Inspirationsmail für diesen Monat, zwischendurch dachte ich schon daran, sie ausfallen zu lassen.
In verschiedenen Räumen des Zuhörens und Sichzeigens habe ich mich in den letzten Wochen intensiv bewegt, als Sprechende, Lauschende und als Raumgebende.
Eine Freundlichkeit mir selbst gegenüber ist es, heute einen Text zu versenden, den ich vor einigen Tagen für ein Magazin geschrieben habe. Damit gebe ich mir die Freiheit, nicht noch länger auf DIE Inspiration für diese Mail zu warten.
Der Satz: „Ich erlaube mir, dazu keine Meinung zu haben“, kam mir gerade in einem Artikel (info3) entgegen und ich konnte gar nicht anders, als mich augenblicklich hinzusetzen und die Inspirationsmail für diesen Monat zu schreiben. Ich hatte seit Anfang März viel Geduld mit mir, habe mehrmals angesetzt zu schreiben und es stockte immer wieder …
Gestern hatte ich ein Treffen, bei dem wir uns über das Thema Stille ausgetauscht haben. Es war wirklich spannend, die verschiedenen Aspekte von Stille auszuloten. Jede und Jeder hat ein anderes Erlebnis beigetragen, einen anderen Aspekt erzählt. Auch ich habe mich in die Qualität von Stille hinein gespürt.
Wie wollen und können wir auf die Komplexität der Welt antworten? Wo fliehen wir, weil wir nicht die Kapazitäten haben, sie zu fühlen? Und wo wenden wir uns in gesundem Maß ab, weil wir überfordert sind und erst Regeneration brauchen, um der Komplexität fühlend zu begegnen?
Bei mir fühlt es sich in den letzten Wochen so schnell an. Nicht erst, seit mir klar ist, dass Weihnachten am 24.12. ist. Oft bemerke ich, dass ich den ganzen Tag Dinge erledige, über Aufgaben nachdenke, die noch getan werden wollen, ich damit beschäftigt bin, zu planen, was morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr sein wird oder zu tun ist.
Patricia Oefelein
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Coach für Neurosystemische Integration®
Körperpsychotherapie
ganzheitlich-integrative Traumaarbeit
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